Magen-Darm, Ernährung

Magen-Darm-Probleme, Ernährung, Stoffwechsel, Stuhlgang

Wäre es nicht wesentlich einfacher, nur ein paar Dinge zu kennzeichnen, die nicht gesundheitsschädlich sind? (unbekannt)

Der Magen-Darm-Trakt ist von zentraler Bedeutung für Ihre Gesundheit. Er verrichtet seine Arbeit am besten in entspanntem Zustand. Bei anhaltendem Stress wird die Tätigkeit stark reduziert – es wird weniger Magensäure gebildet und der gesamte Verdauungstrakt weniger durchblutet. Das kann auf Dauer weitreichende Folgen haben:
* Es kann zur unvollständigen Verarbeitung der Nahrungsbestandteile mit Gärung, Fäulnis und Gasbildung im Darm kommen.
* Der Darm ist durchzogen von Nervengeflechten, die in direktem Kontakt zum Gehirn stehen. So können Magen-Darm Beschwerden Gedächtnisstörungen und Missstimmungen bis hin zu Depressionen nach sich ziehen.
* Eine unvollständige Verdauung begünstigt zudem das gefürchtete Leaky Gut-Syndrom, den durchlässigen Darm. Nahrungsmittel gelangen durch die Darmschleimhaut in das Blut und werden dort zu Recht als Fremdkörper erkannt und vom Immunsystem bekämpft. Allergien, Autoimmunerkrankungen, Unverträglichkeiten, Müdigkeit und Abwehrschwäche können daraus entstehen.

Was können Sie tun, wenn der Bauch rumort, der Magen drückt, Reflux auftritt, der Darm Abgase erzeugt oder der Stuhlgang mühsam oder zu flüssig ist?

  • Naja, die Ernährung als bedeutsamer Faktor für die Verdauung gehört an erste Stelle. Zuviel tierisches Eiweiß, industriell hergestellte degenerierte Nahrung, Zuckerkonsum, zu wenig Faserstoffe und zuviel von allem sind die größten “Darm-Rabauken”. Wussten Sie, dass Obst als Nachtisch zu alkoholischer Gärung im Magen-Darmtrakt führt?
  • Unterstützen Sie Ihren Magen bei Magensäuremangel (Test s.u.) mit Bitterstoffen vor dem Essen. Die Ursache von Sodbrennen ist zu 80 Prozent zu wenig Magensäure. Zudem nimmt die Magensäureproduktion mit dem Alter ab. Menschen mit Blutgruppe A bilden von Natur aus weniger Magensäure. Sodbrennen kann aber auch bei Galleproblemem auftreten.
  • Bei akutem Stress wird mehr Magensäure erzeugt, bei anhaltendem Stress jedoch weniger Magensäure produziert und die Verdauung wird schwächer. Der Stressfaktor ist für Ihr Magen-Darmsystem sehr relevant!
  • Mineralstoffmängel führen zu eingeschränktem Stoffwechsel und schlechterer Grundversorgung der Schleimhäute und Zellen. Eine SO-Check-Messung in meiner Praxis gibt Ihnen Klarheit.
  • Bei Darmproblemen unbedingt eine umfassende Stuhluntersuchung durchführen lassen, um die Ursache zu finden. Nur dann ist eine gezielte Darmsanierung möglich. Kurz zur Übersicht: Es macht einen Unterschied, ob Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse oder Gallensäuren fehlen, ob eine Dysbalance der Darmflora vorliegt, die Immunaktivität zu hoch/niedrig ist, die Schleimhaut zu dünn ist, Verdauungsrückstände vorliegen oder ob eine Entzündung oder gar eine Durchlässigkeit der Darmschleimhaut vorliegt.
  • Heilfasten ist eine Möglichkeit, dem Körper bei Erkrankungen die Chance zugeben, sich selbst zu reinigen und zu regenerieren. Ich favorisiere und begleite das Fasten nach Rudolf Breuß (1899-1990), das er insbesondere bei Krebserkrankungen empfahl.

Es lohnt sich, schon bei geringen Anzeichen von Magen-Darm-Störungen gegenzusteuern. Lassen Sie bei Sodbrennen, unerklärlichem Über-/Untergewicht, Oberbauch- oder Magen-Darm-Beschwerden unbedingt die Ursache abklären und behandeln, um weiteren Folgesymptomen vorzubeugen. Dies können u.a. Unverträglichkeiten, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und Infektanfälligkeit sein. Mit Ihrer Ernährung können Sie viel für Ihren Magen-Darm-Trakt tun.

Die ausreichende Bildung von Magensäure ist entscheidend für alle nachfolgenden Verdauungs- und Stoffwechselprozesse.
Testen Sie bei Sodbrennen, ob Sie zu viel oder zu wenig Magensäure haben. Probieren Sie beide Varianten aus:
a) Trinken Sie ein Glas Wasser mit 1/4 Teelöffel Backnatron (z.B. Kaisers Natron) bei auftretenden Beschwerden. Wenn die Symptome besser werden, ist es ein Hinweis auf zu viel Magensäure.
b) Trinken Sie ein Glas Wasser mit 1 Esslöffel Apfelessig bei auftretenden Beschwerden. Wenn die Symptome besser werden, ist es ein Hinweis für zu wenig Magensäure.

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